Gaming-News Report: Der Januar 2026 im Fokus
Wir schreiben den Januar 2026. Die Feiertage sind vorbei, aber für Gamer gibt es keine Atempause. Die Branche hat sich von den Turbulenzen der letzten Jahre erholt und blickt auf ein Jahr, das von einem einzigen Titel dominiert werden könnte (GTA VI im November), doch der Weg dahin ist gepflastert mit technologischen Innovationen und überraschenden Neuauflagen.
1. CES 2026: Die Hardware-Zukunft ist KI-gesteuert und transparent
Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat Anfang Januar die Trends für das Hardware-Jahr 2026 gesetzt. War 2025 noch das Jahr der reinen Rohleistung (wir erinnern uns an den Launch der RTX 50-Serie), steht 2026 ganz im Zeichen der Integration und Verfeinerung.
NVIDIA und die Software-Revolution
NVIDIA hat auf der CES weniger neue Silizium-Monster gezeigt, sondern den Fokus auf Software gelegt. Das Schlagwort ist DLSS 4.5. Die neueste Iteration der Upscaling-Technologie verspricht, Motion Blur fast vollständig zu eliminieren und KI-generierte Zwischenbilder so präzise zu machen, dass sie von nativen Frames nicht mehr zu unterscheiden sind. Für PC-Gamer bedeutet das: Mehr Performance aus bestehenden RTX-50-Karten, besonders im Hinblick auf die kommenden Unreal Engine 5.4 Titel.
ASUS ROG & MSI: Laptops jenseits der Vorstellungskraft
Die Laptop-Hersteller übertreffen sich selbst.
ASUS ROG: Das Highlight waren hier nicht nur Laptops, sondern die ROG XREAL R1 Gaming Glasses. Diese AR-Brillen projizieren einen virtuellen 171-Zoll-Bildschirm mit 240Hz vor die Augen des Spielers. In Kombination mit dem neuen Handheld-Docking-System zeigt ASUS, dass der Monitorzwang der Vergangenheit angehört.
MSI: MSI präsentierte mit dem Raider 16 Max HX ein Notebook, das als "stärkster Gaming-Laptop des Planeten" beworben wird. Mit einer spezialisierten Kühlung für die mobile RTX 5090 soll dieses Gerät Desktop-PCs endgültig obsolet machen – zumindest für diejenigen, die bereit sind, den Preis eines Kleinwagens zu zahlen.
Valve Steam Machine: Die Rückkehr?
Ein hartnäckiges Gerücht, das sich durch den Januar zieht und durch Leaks auf der CES befeuert wurde: Valve plant angeblich für Anfang 2026 eine neue Steam Machine. Anders als der erste Versuch vor über einem Jahrzehnt soll dieses Gerät die Architektur des Steam Decks nutzen, aber als stationäre Konsole für den TV fungieren. Insider sprechen von einem "Steam Frame" VR-Headset als optionalem Zubehör. Ob Half-Life 3 wirklich als Launch-Titel kommt, bleibt aber wohl eher Wunschdenken der Fans.
2. Nintendo Switch 2: Die zweite Welle rollt an
Nachdem die Nintendo Switch 2 im Jahr 2025 endlich erschienen ist, erleben wir im Januar 2026 die erste große Welle an "Next-Gen"-Upgrades für die Konsole. Nintendo verfolgt eine kluge Strategie: Während die ganz großen neuen Exklusivtitel für das Frühjahr (wie Dragon Quest VII Reimagined im Februar) positioniert werden, füllt man den Januar mit ultimativen Versionen beliebter Klassiker.
Animal Crossing: New Horizons – Switch 2 Edition (15. Januar): Es ist mehr als nur ein Patch. Die Switch 2-Version bringt 4K-Support (im Dock), deutlich kürzere Ladezeiten und eine erweiterte Inselgröße. Fans spekulieren, ob die neuen Raytracing-Effekte für das Wasser wirklich notwendig waren, aber sie lassen das Inselparadies so lebendig wirken wie nie zuvor.
Final Fantasy VII Remake Intergrade (22. Januar): Square Enix bringt Cloud Strife endlich auf eine Nintendo-Konsole, ohne auf Cloud-Streaming zurückzugreifen. Dank der Leistung der Switch 2 und DLSS-Support läuft das Spiel nativ. Für viele Nintendo-Only-Spieler ist dies die erste Gelegenheit, das gefeierte Remake zu erleben, bevor Rebirth später im Jahr folgt.
3. Xbox: Offensive im Januar mit Game Pass und Events
Microsoft startet aggressiv in das Jahr 2026. Der Fokus liegt weiterhin darauf, das Ökosystem über die Konsole hinaus zu erweitern, doch die Xbox Series X bleibt das Kraftwerk.
Xbox Developer Direct (22. Januar)
Alle Augen richten sich auf den 22. Januar. Die Developer Direct kehrt zurück. Erwartet werden Deep Dives zu Titeln, die in der ersten Jahreshälfte erscheinen.
Gerüchte sprechen von einer Ankündigung zu Call of Duty: Modern Warfare 4 (oder einem ähnlichen Spin-off) und neuen Details zu Fable, das endlich ein konkretes Release-Fenster erhalten könnte.
Auch Bethesda dürfte eine Rolle spielen – vielleicht mit einem Teaser zur nächsten Erweiterung für Starfield oder Elder Scrolls Online.
Game Pass: Ein Monat der Blockbuster
Der Januar 2026 ist für Game Pass-Abonnenten wie Weihnachten 2.0. Microsoft hat die Geldbörse weit geöffnet, um Third-Party-Hits zu sichern:
Star Wars Outlaws (13. Januar): Ubisofts Open-World-Abenteuer landet nur wenige Monate nach Release im Abo. Ein massiver Gewinn für den Service.
Resident Evil Village (20. Januar): Perfekt für kalte Winternächte.
Neuheiten: Mit Titeln wie MIO: Memories in Orbit (20. Januar) kommen auch spannende Day-One-Indies dazu.
4. Software-Releases: Die Highlights im Januar 2026
Wer glaubt, im Januar gäbe es nichts zu spielen, irrt gewaltig. Neben den Switch-Upgrades und Game Pass-Drops gibt es handfeste Neuerscheinungen.
Dynasty Warriors: Origins (22. Januar): Omega Force wagt den Neustart auf PS5, Xbox und Switch 2. Origins wirft den Ballast der offenen Welt von Teil 9 über Bord und konzentriert sich auf dichte, taktische Schlachten. Die neue Engine erlaubt Darstellungen von zehntausenden Einheiten gleichzeitig. Erste Reviews loben die Rückkehr zu den Wurzeln bei gleichzeitigem Technik-Sprung.
The Seven Deadly Sins: Origin (28. Januar): Ein Open-World-Action-RPG, das optisch Genshin Impact Konkurrenz macht, aber auf dem beliebten Anime basiert. Es erscheint für Konsole, PC und Mobile und könnte der erste virale Hit des Jahres 2026 werden.
Code Vein 2 (30. Januar): Ende des Monats wird es düster. Der Nachfolger des "Anime-Dark-Souls" erscheint. Bandai Namco verspricht für Code Vein 2 eine vernetztere Welt, komplexere "Blood Code"-Systeme und einen Koop-Modus, der endlich reibungslos funktionieren soll. Fans der Reihe warten seit Jahren hierauf.
Front Mission 3: Remake (30. Januar): Taktik-Füchse bekommen mit dem Remake dieses PlayStation-Klassikers Futter. Die Wanzer (Mechs) sehen in moderner Grafik fantastisch aus, während das klassische Grid-basierte Gameplay erhalten bleibt.
5. PlayStation 6: Die Gerüchteküche brodelt
Auch wenn die PS5 Pro noch aktuell ist, tauchen im Januar 2026 immer mehr Berichte zur PlayStation 6 auf. Insider behaupten, dass Sony die Chip-Produktion für 2026 hochfährt, um die neue UDNA-Architektur von AMD zu testen. Noch greifbarer ist jedoch das Gerücht um einen Refresh des PlayStation Portal. Quellen sprechen von einer neuen Version mit OLED-Display und 120Hz-Support, die noch 2026 erscheinen soll, um das Remote Play-Erlebnis zu perfektionieren. Sony scheint fest entschlossen, den Handheld-Markt nicht kampflos an Nintendo und Steam zu überlassen, auch wenn sie (noch) keine dedizierte Vita 2 bauen.
6. Ausblick: Das Jahr von GTA VI
Über allem schwebt der Schatten von Rockstar Games. Der Januar 2026 ist ruhig, was Grand Theft Auto VI angeht, aber jeder weiß: Der 19. November 2026 ist der Tag X. Viele Publisher haben ihre Release-Kalender um diesen Termin herum gebaut (oder eher: leergeräumt). Der Januar dient vielen Spielern dazu, ihre Hardware vorzubereiten – sei es durch den Kauf einer neuen GPU, eines 4K-OLED-TVs oder der Aufrüstung auf die neuesten Konsolen-Revisionen.
Fazit für Januar 2026: Der Monat bietet eine perfekte Mischung aus Nachholen (Game Pass), Genießen (Switch 2 Upgrades) und Vorfreude (CES Tech). Wer Action sucht, greift zu Code Vein 2 oder Dynasty Warriors. Wer Strategie mag, wartet auf Front Mission. Und wer einfach nur wissen will, wohin die Reise geht, schaut sich die Replays der CES-Keynotes an.
2026 hat rasant begonnen. Schnallt euch an.
Deine Watchlist für den Rest des Monats:
15. Januar: Animal Crossing Switch 2 Update laden.
22. Januar: Xbox Developer Direct Livestream schauen.
30. Januar: Reviews zu Code Vein 2 checken.